Rund die Hälfte aller Schwerverletzten in Deutschland verunglückt im Straßenverkehr, berichtete die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) anlässlich des Tags der Verkehrssicherheit am 20. Juni 2026. Besonders betroffen sind Kopf, Brustkorb und Extremitäten.
Daten aus dem TraumaRegister DGU® zeigen: Je nach Verkehrsteilnahme unterscheiden sich die Verletzungsmuster deutlich. Radfahrer erleiden bei schweren Unfällen besonders häufig Kopfverletzungen, Motorradfahrer vor allem Verletzungen an Brustkorb, Armen und Becken. Autoinsassen sind besser geschützt; dennoch bleibt der Brustkorb stark belastet. Besonders gefährdet sind ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer, E-Scooter-Nutzer und Fußgänger; sie erleiden überdurchschnittlich häufig Mehrfachverletzungen.
„Kopf- und Brustverletzungen sind deshalb so kritisch, weil hier lebenswichtige Organe betroffen sind, etwa Gehirn, Herz und Lunge. Schwere Verletzungen in diesen Bereichen führen besonders häufig zu lebensbedrohlichen Zuständen“, erklärte Priv.-Doz. Dr. Christopher Spering, Leiter der DGOU-Sektion Prävention.
Aber auch schwere Verletzungen der Extremitäten spielen bei Verkehrsunfällen eine wichtige Rolle: In Kombination mit weiteren Verletzungen können sie lebensbedrohlich sein und den Verlauf der Behandlung maßgeblich beeinflussen. „Zugleich geht es nicht nur ums Überleben, sondern auch um die langfristigen Folgen: Viele Betroffene leiden dauerhaft unter Einschränkungen im Alltag sowie in ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität ist oft erheblich beeinträchtigt“, so Spering.
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