Künstliche Intelligenz (KI) ist inzwischen auch in der Lebensversicherung angekommen. So geben Dr. Jens Rickmann und Verena Tröster von der Alte Leipziger Lebensversicherung in Oberursel in der Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft (Heft 3/2025) einen Praxisbericht aus der medizinischen Risiko- und Leistungsprüfung der Lebensversicherung zum Thema „Qualitätssicherung medizinischer Entscheidungen im Zeitalter der KI“.
Der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Risiko- und Leistungsprüfung biometrischer Lebensversicherungsprodukte erfordert neue Qualifikationsprofile, erklären die Autoren: Während automatisierte Entscheidungssysteme Effizienzgewinne versprechen, bleibt die fachlich fundierte menschliche Bewertung komplexer medizinischer Sachverhalte unverzichtbar.
Sie stellen ein unternehmensintern entwickeltes Curriculum zur versicherungsmedizinischen Qualifikation nicht-ärztlicher Prüfpersonen vor, welches sowohl medizinisches Grundlagenwissen als auch Anwendungskompetenz systematisch fördert. Das modular aufgebaute, hybrid durchgeführte Fortbildungsprogramm umfasst 105 Unterrichtsstunden, darunter 23 praxisnahe Fallkonferenzen.
Die bisherigen Ergebnisse belegen: Medizinische Qualifikation lässt sich auch außerhalb formaler Berufszulassungen wirksam und strukturiert fördern. Die standardisierte Evaluation zeigte eine sehr hohe Zufriedenheit der Teilnehmenden sowie einen substanziellen Lerngewinn im Bereich medizinischer Urteilskompetenz. Das Schulungsformat wurde aufgrund dieser Erkenntnisse mittlerweile in ein kontinuierliches Qualifikationsprogramm überführt, auch als Grundlage und Begleitung der zunehmenden Nutzung von KI in der Risiko- und Leistungsprüfung.
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